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Warum der Name Villa Kunterbunt?

Ich, Sabine Höhne, habe der Einrichtung den Namen gegeben, weil jede Farbe und somit jeder Mensch einen Platz in der „Villa“ haben sollte. Kinder und vor allem Jugendliche mit einem hohen Grad an aggressivem Verhalten finden jedoch in anderen Häusern eine professionellere Ferienbetreuung.

Warum 1:1-Betreuung?


- so kann jeder Wunsch Ihres Kindes erfüllt werden
- so fällt kein ruhiger/angepasster Teilnehmer bei Aktivitäten hinten runter
- gerade auf Kinder mit Weglauftendenz oder Epilepsie sind so immer zwei Augen gerichtet
- gerade beim Schwimmen ist eine 1:1-Betreuung für Nichtschwimmer unerlässlich
- die Betreuungskräfte können sich ganz auf einen Menschen einlassen und sind mit den oft vielfältigen Aufgaben, vor allem in der Pflege, nicht überfordert.

Wieviel Teilnehmer sind wann mitgefahren?

80% der Kinder und Jugendlichen fahren jedes Jahr wieder mit.

1999 
2000  13 
2001  37 
2002  107 
2003  194 
2004  197 
2005  204 
2006  213 
2007  214 
2008  259 
2009  265 

Die Einrichtung:

Die Villa Kunterbunt ist eine gemeinnützige GmbH mit Sitz in Tossens/Niedersachsen. Unser Hauptangebot sind 12-14tägige Ferienfreizeiten in einer 1:1-Betreuung für Kinder/Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderung im Alter von 5-18 Jahren, wenige sind älter. Der Grad der Behinderung reicht von Entwicklungsverzögerung bis hin zu Schwerstmehrfach-Behinderung, wichtig ist jedoch, dass eine Pflegestufe besteht, da die Freizeiten über die Verhinderungspflege abgerechnet werden. Als Ferienziele haben wir einmal Tossens an der Nordsee und zum anderen Schloß Dankern im Emsland zur Auswahl.
Gegründet wurde die Villa Kunterbunt von der Geschäftsführerin Sabine Höhne 1999. Im März 2002 ist sie als eine gemeinnützige GmbH anerkannt worden. Die Gründe für die Entstehung sind sehr vielschichtig. Zum einen besteht bundesweit ein mangelndes Angebot an Freizeiten für Menschen mit Behinderung, die eine 1:1-Betreuung benötigen. Dies belegt auch unser mittlerweile sehr großes Einzugsgebiet (z.B. Hamburg, Hannover, Köln, Frankfurt). Somit bestehen für diese Kinder und Jugendlichen kaum Möglichkeiten mal allein, ohne Eltern, wie alle anderen Kinder und Jugendlichen ohne Behinderung in ihrem Alter, in die Ferien zu fahren. Der gemeinsame Urlaub mit der Familie ist oft geprägt von Kompromissen, die eigenen Bedürfnisse der Kinder als auch der Eltern müssen oft zurückgeschraubt werden. Man schafft es kaum dem Kind mit Behinderung als auch dem Rest der Familie gerecht zu werden.
Zum anderen ist die Beaufsichtigung der Kinder in den 14 Wochen Ferien pro Jahr meist ein Problem. Niemand hat so viel Urlaub um die Betreuungslücke schließen zu können und dieser ist dann auch nicht immer gerade eine Erholung, was es ja eigentlich sein soll.